Prometheisches Programm

Die Gegenwart des Gemachten VI

Die überkommenen Antworten auf die Frage nach der Wirkmacht des Menschen dienen allmählich aus, als eine neue historische Großepoche auf dem alten Kontinent heraufzieht. Menschliches Tun, das »Machen«, tritt aus den hinteren Rängen des Seins hervor – Schöpfungsräusche statt Bescheidung in Nachahmung. Es ist eine qualitative Rangerhöhung menschlicher Tätigkeit und Hervorbringung: Das Machen, wie auch das Gemachte, gilt nun etwas. Seinen Geltungsanspruch wird es aber auch in quantitativer Hinsicht ausweiten: Es vermehren sich die Areale der Wirklichkeit, die als gemacht gelten.

Von besonderem Stellenwert für diese Expansion ist jene ›kopernikanische Wende‹, mit der das Produktionsprinzip Einzug hält in das Verständnis des Erkenntnisprozesses. Weil in Kants Transzendentalphilosophie jede Objektbegegnung immer schon formierender Zugriff ist, und zwar durch die apriorischen Verstandesstrukturen des wahrnehmenden Subjekts, gerät Erkenntnis ins Licht eines Herstellungsparadigmas, das noch für heutige Konstruktivismen maßgeblich ist.1 Insbesondere an dem zur Kampfvokabel gearteten Begriff der »Konstruktion« entzünden sich die schönsten akademischen Konflikte, die als ein Ringen um die Auffassung vom Geltungsbereich menschlicher Leistung verstanden werden können, wobei die Grenzen zur politischen Agitation nicht selten verfließen.2

Wenn auch über den umgreifenden Zug der neuzeitlichen ›Humanisierung der Welt‹ breiter Konsens herrscht, so bleibt doch genügend Raum für Divergenzen. Diese zeichnen sich vor allem dort ab, wo ein Grad an Mächtigkeit proklamiert wird, der nur in engen Kreisen Zustimmung erfährt. Dagegen sind es solche Diagnosen eines »prometheischen Narzissmus«,3 die einer realistisch gestimmten Position entspringen und dafür plädieren, den Blick offen zu halten für das Vorgefundene, das Gegebene, und damit für das Vernehmen und Erleiden:

Wir brauchen von der Welt nichts zu wissen und bleiben doch auf sie bezogen. Dieser Realismus ist Dokument unserer epistemischen Transzendenz, die sich innerweltlich vor allem da bewährt, wo wir uns mit unbekannten Dingen konfrontiert sehen oder Alternativen abwägen. An dieser Transzendenz scheitert der prometheische Wissensbegriff und damit alle Konstruktivismen und Systemtheorien.4

Diese Kampfplätze der Theorie wollen wir an dieser Stelle nicht weiter betreten. Statt dessen wenden wir uns den gegenständlichen Resultaten menschlicher Poiesis zu, jener Sphäre, deren Gemachtsein außer Frage steht.

Die Bilder des Erdaufganges, jene schweigenden Establishing Shots, die wir den frühen Raumfahrern der Apollo-Missionen verdanken, zeigen keine Spuren menschlicher Werktätigkeit. Man muss sich der Oberfläche dieses blau-weißen Wundergebildes weiter nähern, um die Fußspuren auf seiner Oberfläche zu gewahren. Heute, einige Jahrzehnte später, verfügen wir über zahllose bemerkenswerte Satellitenaufnahmen, die einen Eindruck davon vermitteln, welch massiven Transformationen die terrestrische Kruste unterliegt. Dabei verwandelt sich nicht nur das Antlitz kontinentaler Landmassen, sondern auch aus kalten Meerestiefen werden ganze Inselreiche an den Tag gehoben.



Begleitet wird diese Umgestaltungsarbeit von einer ungehemmten Anhäufung von Artefakten. Die Produktionsraten einer – laut Selbstauskunft – in permanenter Revolution befindlichen Maschinenwelt bieten ein imposantes, und doch sehr begrenztes Schaustück des Prinzips vorschreitender Vermehrung. Im Dauerrauschen medialer Schauer fließen in jedem Augenblick unübersehbare Textmengen und Legionen audiovisueller Stimuli in ozeanische Weiten zusammen, flankiert von grellen Wettbewerben um geschundene Aufmerksamkeitsressourcen. Es ist zur Normalerfahrung geworden, allseitig bestrahlt, von tausend Augen gescannt durchs glimmernde Tausendgewirr zu treiben, wo leuchtende Winke verlässlicher Türme dahinsinken.

Die Oberfläche des Baustellenplaneten verwächst zu einer gewaltigen Technosphäre, einer von Menschen gemachten physischen Superstruktur, deren Masse man in einer recht hilflos anmutenden Schätzung vor kurzem auf die monströse Größe von 30.000.000.000.000 Tonnen taxiert hat.5 Bei der Zurechtlegung der Wirklichkeit verwandelt sich die Erde in ein Habitat, in dem wohl nichts mehr auffindbar sein wird, das nicht noch die feinste humane Signatur trüge.

Auch die Artisten selbst unterliegen der galoppierenden Entwicklung um sich greifender Mengen, so dass ein unter dem Druck stetig wachsender Milliarden dahinrasendes Objekt immer bedrückendere Konflikt- und Leidpotentiale birgt. Das Wohlergehen einer sich beispiellos verdichtenden Population zeigt sich dabei von der klugen Fortführung des technischen Prozesses genauso abhängig wie von der Einhegung zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten, in denen der vielbesungene Glanz humaner Außerordentlichkeit alptraumhafte Nachtseiten hat.

Über den bloß zahlenmäßigen Zuwachs menschlicher Werke hinaus zeichnen sich gänzlich neue Qualitäten ab. Die Kunstfertigkeit steigt in Regionen hinab, die unserer unmittelbaren Anschauung weit entzogen sind. Unter den Vorreiterdisziplinen der Naturbeherrschung sorgen Nano- und Biotechniken für eine immense Steigerung humaner Befähigung. Dank neuartiger Zugriffsmöglichkeiten gelingen Herstellungsverfahren auf atomarer Ebene, während die gezielte Bearbeitung von Erbgütern es erlaubt, fundamentale Eingriffe in die Biosphäre vorzunehmen und nie dagewesene Kreationen zu realisieren. Hinzu kommt, dass diese Unternehmungen in einem Konvergenzfeld betrieben werden, wo sie auf die Potentiale von Informationstechnologie und Neurowissenschaften treffen und dabei vielversprechende Synergieeffekte auskosten.

Die Geschichte der Artefakte ist auch eine Geschichte erfolgreicher Miniaturisierung. Hierbei tritt ein bestimmter Zusammenhang von Form und technischer Funktion verstärkt in den Hintergrund, und zwar derart, dass die Betrachtung eines Gegenstandes immer weniger auf dessen Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten schließen lässt. Wo der steinerne Faustkeil, der Schlosserhammer oder auch das Zahnradgetriebe hinsichtlich ihrer Arbeitsweisen und Wirkpotentiale noch recht auskunftsfreudig sind, da verweigern die Kreditkarte oder das handelsübliche Mobiltelefon durch den erreichten Grad an Anschauungsverlust jegliche Aussage.

Ohne Software: Erzaufbereitung für den Schmelzofen. Abbildung aus der Encyclopédie von Diderot und d’Alembert (1751–1772)


Was läuft hier? Leiterplatte mit elektronischen Bauteilen.


Der Verbindung von expansiver Durchsetzung und qualitativer Entwicklung verdanken wir heute eine nie gekannte Verfügungsgewalt über Mittel, die uns zugleich jedoch das anträgt, was Hans Blumenberg die »Terrorisierung mit vermeintlichen Möglichkeiten«6 genannt hat. Dabei sind es nicht nur die Erschöpfungszustände an der verheißungsvollen Schwelle zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit, von denen die Bewohner fragiler Kunstlandschaften geplagt werden. Es ist auch die bleierne Ahnung, dass die Gesamtheit der sogenannten ›Nebenwirkungen‹ des technischen Fortschritts die von uns beabsichtigen Effekte auf längere Sicht übersteigen könnten.7

Das alltägliche technische Geschäft braucht sich um solch unheilvolle Szenarien jedoch nicht zu kümmern. Seine Energien werden benötigt, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Auf endloser Mission ist dem zunehmenden Stabilisierungsaufwand für Systeme zu begegnen, deren Volumen, Verdichtungsgrad und Komplexität den Kreis der user in die Überforderung zu treiben drohen. Hier zeichnen sich zwei konträre Tendenzen ab: Während die Technik sich einerseits durch enorme Zuwendungsbedürftigkeit auszeichnet, sind andererseits Formen technischer Autonomie auf dem Vormarsch, die im Hominidenquartier zunehmend für Nervosität sorgen. Zu den effektvollsten Prognosen technodarwinistischer Apokalyptik gehört daher eine für menschliche Aussichten deprimierende Endzeit, in der die heutige Herrengattung einer artifiziellen Großintelligenz unterliegt und auf sentimentale Charakterzüge wie Nachsicht oder Skrupel nicht hoffen darf.
Die gespenstische Situation stünde allerdings unter der Voraussetzung, dass die künstlichen Strukturen vernetzter Schaltelemente sämtliche Dependenzverhältnisse zu ihren Erbauern hinter sich ließen, dass sie also die – nun rückbezüglichen – Herausforderungen der Wartung, Planung, Produktion und Fortentwicklung einmal selbst zu leisten imstande wären. Solche Vorstellungen von einer zukünftigen Technik, die eigenständig zur Ausbildung von Herrschaftsmotiven und Vernichtungsinteressen in der Lage wäre, sind polarisierende Visionen, von denen heute allerdings niemand mit Sicherheit sagen kann, ob es sich dabei nicht bloß um anthropomorph-bellizistische Phantasien handelt.

Es scheint paradox. Auf dem bisherigen Höhepunkt ihrer Mächtigkeit wird die Schöpfungskrone von dem Gefühl beschlichen, die von ihr geschaffene Welt enteile ihr. Hatte die Übermacht der Wirklichkeit einst den Mythos heraufbeschworen, so muss mit Blick auf die Gegenwart des Gemachten vorerst offen bleiben, welche erzählerischen Bewältigungsstrategien sich hier einmal etablieren werden. Auf die Frage, ob die Technik das Zeug zur Gottheit habe, lässt sich immerhin mit dem Hinweis darauf eingehen, dass sie mitunter durchaus in sakrale Perspektiven rückt. Der späte Friedrich Kittler beispielsweise hat der Computertechnik durchaus zugestanden, als tröstlicher Ersatz für entflohene Götter fungieren zu können. Das menschliche Werk wird hier zur Hauptfigur einer fulminanten Aufstiegsgeschichte: »Nur Götter und Computer sind imstande, den blauen Himmel oder aber die Gewitter, die als Wetter morgen aufziehen werden, schon heute vorauszusagen.«8 Nicht auszuschließen, dass avancierte Rechengeräte als kultisch überhöhte Zaubermittel einmal ihre eigenen Gemeinden dauerhaft zu organisieren in der Lage sein werden.

Das menschliche Vermögen, ins Reale wirken zu können, motiviert inzwischen auch das Bestreben, der Gattung unter dem Namen ›Anthropozän‹ ein geschichtliches Kapitel in geochronologischen Dimensionen zu widmen und damit Summe und Qualität humaner Spuren zu Beginn des 21. Jahrhunderts Rechnung zu tragen. Das Panorama dieser Hinterlassenschaften bietet zahllose Eindrücke. Äußerst verrottungsresistente Relikte, die von den Stressgürteln hochtouriger Zivilisationen aus durch die Welt strömen und in nanoskopischer Form ihren Weg zurück in unsere Gefäßsysteme finden, gehören ebenso dazu wie eine imposante Umkehr der planetarischen Lichtverhältnisse. Denn in Zeiten totalen Engineerings verdankt die Erde ihre Leuchtkraft nicht mehr allein der Rückstrahlung solarer Energien. In ihren Nachtschatten ergießen sich die Fluten künstlicher Lichtmeere, deren Schein uns den Blick zu den Sternen zu nehmen begonnen hat. Die kulturkritischen Einlassungen, die von dieser artifiziellen Großbelichtung provoziert werden, lassen derweil eine erstaunliche Umwertung erkennen: Dass unsere Anstrengungen gegen die Dunkelheit wohl erstmals in einen begrifflichen Zusammenhang mit anthropogenen Umweltschädigungen und Vergiftungsszenarien gerückt sind, lässt sich wohl nirgends deutlicher ablesen als an einem Ausdruck wie ›Lichtverschmutzung‹.9


In weltweite Ketten integriert: Kunststoffe


Es seien hier nur diese wenigen Beispiele aus dem explodierenden Komplex menschlicher Eingriffe und Hervorbringungen genannt, dessen Gesamtheit sich jedem Versuch erschöpfender Darstellung entzieht. Bei dem erreichten Grad an spezifischem Expertentum kann mit gutem Gewissen behauptet werden, dass der Einzelne heute weiter als jemals zuvor davon entfernt ist, den Umfang der Entwicklungen erschöpfend sichten und begreifen zu können. Auch die institutionalisierten Systeme der Gewinnung, Aufbewahrung und Weitergabe von Erkenntnissen bieten keine Aussicht auf umfassende Gesamtschauen, ja nicht einmal die Möglichkeit zur uneingeschränkten Verständigung über erlangte Einsichten. Die Versegmentierung der Wissenschaften, die sich parallel auch auf sprachlicher Ebene vollzieht, hat Arnold Gehlen mit der Feststellung auf den Punkt gebracht, dass man »über den Kosmos der Wissenschaften schlechthin […] nur dilettantisch reden« könne.10

In dieser Konfrontation mit unausgesetzten Erweiterungen, Vertiefungen und Ausdifferenzierungen ziehen Begriffsfavoriten wie die ›Wissensgesellschaft‹ den Verdacht auf sich, in der Erfüllung autosuggestiver Funktionen einen nicht unwesentlichen Beitrag zur persönlichen und kollektiven Beruhigung zu leisten. So muss sich als Mitglied einer derart privilegierten Gruppe niemand davon betrüben lassen, im Verhältnis zur Menge des angehäuften und abrufbaren Wissens noch nirgends so ahnungslos gewesen zu sein wie in der Allgegenwart undurchschaubarer Informationssysteme.

Vor den Zeiträumen, die zwischen dem erstmaligen Störfall in der biologischen Signalkette und dem Verblassen verbindlicher Transzendenz im Aufkommen der Vorstellung einer autonomen Menschenwelt liegen, erscheinen die neuzeitlich-modernen Tage als taufrischer Entwurf, der mit seinen Defekten und Instabilitäten einige für Prototypen nicht unübliche Merkmale trägt. In der Auseinandersetzung mit solcherlei Defiziten gilt es, in Bewegung zu bleiben, um permanent nach neuen, aktuell gangbaren Lösungen zu suchen. Entsprechend hat die Epoche ihren modus vivendi im unaufhörlichen Um- und Ausbau gefunden, anders gesagt: ihr Normalzustand ist das »Leben im Provisorium«.11 Ohne die Gewissheit eines ruhenden Hintergrundes als Fundament belastbarer Ordnungsmuster bleibt ein mangelhafter ›Halt im Sein‹ die wohl abstrakteste und zugleich beträchtlichste Schwäche humaner Eigenwelt.
Dass diese Welt in ihrer heutigen Gestalt vielfach als Labyrinth ansprechbar ist, verdankt sich in erster Linie der Erfahrung schwindender Übersicht in einer Zeit, für die Orientierungslosigkeit eines ihrer hervorstechendsten Merkmale ist. Die Logik dieses Sprachbildes – Wegesysteme wie Irrgärten wachsen für gewöhnlich nicht von selbst, sondern sind das Resultat planmäßigen Eingriffs – weist auch auf eine Ursache dieser innerweltlichen Schwierigkeiten hin. Es ist die fortschreitende Durchsetzung mit technischen Strukturen.

Aber sind es nicht vornehmlich menschliche Werke, die Orientierung überhaupt erst ermöglichen? Noch bevor anhand der Gestirne navigiert werden konnte, musste das nächtliche Leuchten in eine Erzählung eingebunden werden. Wer also keine Pfeiler ins motivlose Rauschen der Wildnis schlägt, läuft Gefahr, in die Irre zu gehen. Doch der Leuchtturm, die Erzählung oder die Landkarte können nur aufgrund einer gewissen Autorität und exklusiven Geltung als Orientierungsmittel fungieren, während Vielzähligkeit und Varianz diese Stellung untergraben und damit die Eignung als Wegweiser zunichte zu machen drohen. Der von einer Phalanx aus Signaltürmen geblendete Seefahrer wird kaum noch wissen, wie er am Ruder zu agieren habe.
Der materiellen Verstopfung korrespondiert die symbolische Überfrachtung. Mit ihrem unübersehbaren Bestand an Strukturen und Zeichen bietet die »breite Gegenwart« (Hans Ulrich Gumbrecht) einen nie gekannten Fundus an Orientierungsangeboten, Verfügbarkeiten und Zudringlichkeiten. Aus diesem Chronotop hinauszublicken, war vielleicht nie problematischer angesichts der beunruhigenden Tatsache, dass die Inkubationszeit neuer Welten auf wenige Tage gesunken ist.

  1. Von der Praxis der Inanspruchnahmen legt etwa Manfred Geier Zeugnis ab, der Kants erste Kritik in einem einführenden Überblicksartikel als »Schlüsselwerk des Konstruktivismus« vorstellt. Vgl. Geier, Manfred: Eine Revolution der Denkart. Manfred Geier über Immanuel Kants Kritik der reinen Vernunft, in: Pörksen, Bernhard (Hrsg.), Schlüsselwerke des Konstruktivismus, Wiesbaden 2011, S. 31–45, hier S. 34.
  2. Vgl. Hacking, Ian: Was heißt ›soziale Konstruktion‹? Zur Konjunktur einer Kampfvokabel in den Wissenschaften, Frankfurt/M. 2002.
  3. Hogrebe, Wolfram: Der implizite Mensch. Berlin 2013, S. 172.
  4. Ebd., S. 21.
  5. Vgl., Zalasiewicz, J./Williams, Mark/Waters u.a.: Scale and Diversity of the Physical Technosphere. A Geological Perspective, in: The Anthropocene Review 4, 1 (2017), S. 9–22, doi: 10.1177/2053019616677743.
  6. Blumenberg, Dogmatische und rationale Analyse, S. 418.
  7. Vgl. Sloterdijk, Die schrecklichen Kinder, S. 92.
  8. Kittler, Friedrich A.: Martin Heidegger, Medien und die Götter Griechenlands, in: ders., Die Wahrheit der technischen Welt. Essays zur Genealogie der Gegenwart, hrsg. von Hans Ulrich Gumbrecht, Berlin 2014, S. 377–390, hier S. 389.
  9. Der Begriff hat sich insbesondere im Bereich der Astronomie etabliert. Vgl. beispielsweise Bogard, Paul: Die Nacht. Reise in eine verschwindende Welt, München 2014, S. 11 ff.
  10. Gehlen, Arnold: Über kulturelle Kristallisation, in: Konersmann, Ralf (Hrsg.), Grundlagentexte Kulturphilosophie, Hamburg 2009, S. 231–245 hier S. 237.
  11. Konersmann, Ralf (Hrsg.): Wörterbuch der philosophischen Metaphern (WPM), Darmstadt 2007, S. 12.

Gärten II

Von gedeihlichen Stunden in entrückten Grünanlagen handeln auch die Gespräche über die Vielzahl der Welten, mit denen der französische Frühaufklärer Bernard Le Bovier de Fontenelle im späten 17. Jahrhundert eine große Leserschaft erreicht.1

  1. Fontenelle, Bernard Le Bovier de: Gespräche über die Vielzahl der Welten (1686), in: ders., Philosophische Neuigkeiten für Leute von Welt und für Gelehrte. Ausgewählte Schriften, hrsg. v. Helga Bergmann u.a., Leipzig, 2. Aufl., 1991, S. 12–119.