Prometheisches Programm

Netze – Ströme VII

Mit Blick auf den damaligen Weltzustand sprach Karl Jaspers bereits um die Mitte des vergangenen Jahrhunderts von der »Verkehrseinheit der Menschheit«.1 Infolge einer vierhundertjährigen europäischen Expansion sei ein Stadium erreicht worden, das vor allem in seinem technischen Charakter fassbar werde. Mit diesem Befund schien eine Hoffnung des 19. Jahrhunderts – zumindest in einigen Hinsichten – in Erfüllung zu gehen, dass nämlich das humane Erdenreich sich unter dem Einfluss moderner Wissenschaft und Technik zur einheitlichen Welt-Zivilisation entwickeln werde.

Weitflächige Partizipation und Aufstiege einstiger Kolonien und »Entwicklungsländer« in die Liga der technischen High Performer sind seitdem eingetreten. Eine planetarische Gemeinschaft, die über die Teilhabe an der Gleichförmigkeit technischer Strukturen hinaus durch eine gemeinsame geistig-sittliche Idee – die Jaspers aufzugeben sich weigerte – verbunden wäre, ist jedoch nicht in Sicht. Den Fragenkreisen der Ethik stehen unsere anschlussfähigen Konstruktionen indifferent gegenüber, während auf ideeller Ebene eine überwältigende Mannigfaltigkeit herrscht. Der Gedanke, dass die »Verkehrseinheit« oder ein »Global Village« sich unter dem Obdach einer umfassenden Narration einfinden könnte, hat heute wenig für sich.

Wenn exklusive Großerzählungen in unserer vielstimmig durchtönten Gegenwart ihr Monopol verloren haben und verbindliche Neufassungen nicht in Aussicht stehen, empfiehlt sich unserer Aufmerksamkeit vielleicht mehr denn je die Metapher. In der Konfrontation auch mit der von uns geschaffenen Wirklichkeit bietet sie – innerhalb kultureller Geltungsbereiche – einen Ordnungsentwurf, der für unsere Weltbewältigungs- und Verstehensbemühungen von herausragender Bedeutung ist.2 Von der Analyse basal orientierender Sprachbilder sind also Aufschlüsse darüber zu erwarten, wie Menschen sich unter herrschenden Bedingungen zurechtfinden, welche Sicht sie auf die Dinge haben und in welchem Verhältnis sie zu diesen stehen. Darüber hinaus ermöglicht eine solche Betrachtung, auch etwas über die Beschaffenheit dieser Welt zu erfahren. Ohne einem vorbehaltlosen Realismus das Wort zu reden, wird der Metapher damit jenes realistische Minimum zugestanden, das unerlässlich ist, um überhaupt eine Orientierungsleistung in der Welt erbringen zu können. Denn dieser Modus uneigentlicher Rede ist alles andere als beliebig. Ein angemessener Einbezug der realen, begreifbar zu machenden Sachlage ist Voraussetzung für den Übertragungseffekt.

Dass ein abstrakter Akteur epochalen Ranges, nennen wir ihn ›Techniker‹, eine ›Bühne des Welttheaters‹ betreten habe, wird vor dem Hintergrund westlicher Erzähltraditionen keine ernsthaften Verständnisschwierigkeiten bereiten. Doch die Schaustätte ist in die Jahre gekommen. Das Bühnenbild scheint seiner welterschließenden Aufgabe immer weniger gerecht werden zu können, es verliert seine Stimmigkeit. Gegen die Statik seiner klar umrissenen räumlichen Struktur, seine althergebrachte Zuweisung eindeutiger Funktionsbereiche und die damit einhergehende Unvermeidbarkeit subtiler Hierarchien etablieren sich andere Metaphern von vergleichbarem Leistungsumfang, um dem Bedürfnis nach Zurechtfindung im globalen Technotop Rechnung zu tragen.
Der Wandel dieser Orientierungsgewohnheiten und die damit verbundene Abkehr von einem Bildprogramm, das auf strenge Stufenordnungen festgelegt ist, scheint durchgreifend zu sein. Er erfasst nicht nur flachatmige Moden, sondern wirkt – wie Wolfram Hogrebe bemerkt – bis in die gedanklichen Fundamente unserer Wissenskultur:

Wenn man die erkenntnistheoretische Situation der Philosophie am Anfang des 21. Jahrhunderts aus der Erfahrung des vergangenen Jahrhunderts bündig kennzeichnen will, wird man an der Konfession nicht vorbeikommen, daß die Architektur des Wissens keinem hierarchischen Design mehr folgen kann. (Eine solche Drehung der Sichtweise vom Baum zur Koralle hat Horst Bredekamp schon für Charles Darwin bezeugt. (Ders. Darwins Korallen, Berlin 2005) Wir stehen, wenn man sich nichts vormacht, vor einem Wechsel der Bildlichkeit, an der wir uns orientieren: die Pyramide weicht dem Kontrolleur der Arbeiten vor Ort.
Noch bis tief ins 20. Jahrhundert war die Orientierung an der Pyramide wie selbstverständlich Leitbild eines axiomatischen Gesamtaufbaus z.B. der Mathematik. Dieses Pathos scheint heute vollständig verschwunden zu sein.3

Als maßgeblicher Tropus ist es gegenwärtig besonders das ›Netz‹, das als umfängliche Deutungshilfe fungiert und dabei traditionelle Systeme der Über- und Unterordnung verwirft. Auch die vom Motiv des Aufstiegs nicht zu trennende Lichtmetaphorik, die spätestens seit den Anfängen europäischer Überlieferungsgeschichte ihren Platz in unseren Sprach- und Denkgewohnheiten hat, ist mit den eher anarchischen Prinzipien zuneigenden Strukturen solcher Geflechte schwerlich vereinbar. Nach einer langen, ebenfalls bis in antike Zeiten zurückreichenden Karriere gelangen ›Netze‹ im späten 20. Jahrhundert zu einem Geltungsanspruch, der ihnen den Status eines kulturellen Paradigmas einbringt.4 Dabei ist es insbesondere der Entwicklung der Computertechnik und deren Fusion im World Wide Web geschuldet, dass diese Denkfigur Theorie und Praxis – von vulgären Alltagswelten bis in die Reservate entrückten Spezialistentums – maßgeblich umorientiert.

Unter den heute prominentesten ›Einwortgeschichten‹5 ragt außerdem, meist im Plural, der ›Strom‹ hervor. Ihm gelingt es, kulturelle Bewegungsphänomene als Teil eines erdumfassenden Fließgeschehens verständlich zu machen, ganz gleich, ob es um Warenverkehr, Migration, elektronische Datenübertragung oder die Verbreitung von Ideen geht. Im »Raum der Ströme«6 findet das fluide Moment der Moderne einen sinnbildlichen Ort, der vom ›Netz‹ in dieser Weise nicht hätte gestiftet werden können.

Hier tritt die eigentümliche ikonologische Konkurrenz zutage, die das Verhältnis von ›Netzen‹ und ›Strömen‹ auf dem Weg zu Weltmetaphern kennzeichnet. Während der ›Strom‹ geradezu exemplarisch für die ungehemmte Großbewegung steht, deren ursprüngliche Gewalt bei allen Anstrengungen letztlich kaum zu bändigen ist, figuriert das ›Netz‹ ein Objekt, das – nach altbewährter Verwendungsweise – in die Verlaufsrichtung dieses Flusses widerständig eingesenkt ist und damit der Eigenschaft permanenter Veränderung entgegensteht.

Vor diesem Hintergrund gegensätzlicher Bildlogiken ist bemerkenswert, dass beide Ausdrücke heute nahezu beliebig austauschbar dazu dienen, anthropogene Strukturen und Prozesse auch planetarischen Maßstabs zu veranschaulichen: Die brachialshumanisierte Welt des 21. Jahrhunderts wird uns als das wachsende Werk vielfältiger Vernetzungsagenten vorgestellt, und zugleich als jene weitschweifig durchströmte Sphäre, in der Stillstand nur als Störfall gelten kann. Indem der doppelte Rückgriff auf die Potentiale dieser Metaphern widerstreitende Entwürfe kombiniert ins Bild setzt, drängen sich die Fragen auf, wie diese Vereinbarkeit überhaupt zustande kommt und ob sie womögliche als Indiz dafür genommen werden kann, dass diese Leitmetaphern in ihrer ordnenden und orientierenden Funktion allmählich vor dem versagen, was sie uns begreiflich machen sollen.

Vermutlich hat diese Seltsamkeit sich im 19. Jahrhundert mit dem Ausbau technischer Infrastrukturen einzuschleichen begonnen. Jedenfalls kommt es in Zusammenhang mit der fortschreitenden industriellen Revolution zur Bildung eines erstaunlichen Ausdrucks: Das ›Stromnetz‹ führt die konträren Elemente von Bewegung und Starre auf Wortebene zusammen. Während im Kontext beginnender Elektrifizierung die Verwendung des ›Stromes‹ der Vorstellung einer fließenden Elektrizität geschuldet ist und damit der hergebrachten Semantik treu bleibt, erfährt das ›Netz‹ eine entscheidende Neuerung: Neben den Aspekt der Mobilitätsunterbindung tritt das disparate Verständnis von einem Leitungssystem zur Verteilung von Elektrizität, Wasser, Gas, später auch von Waren, Menschen, Informationen. Die Metaphorik ändert ihre Referenz; das ›Netz‹ wird von einer Art Falle zum hyperkonnektiven »Prozessgebilde«,7 das laufende Flüsse aufnimmt, um den schwungvollen Fortgang und die kontinuierliche Veränderung zu gewährleisten. Im ›Stromnetz‹ sehen wir das Resultat von Verkehrung und Absorption: Standen Netze einst im Strom, fließen Ströme nun im Netz.

Als Flechtwerk, Gewebe, Textur stehen Netze alten Typs in enger Verwandtschaft zu Instrumenten wie dem Sieb oder dem Filter. Ihre vorrangige Funktion ist die Selektion mittels kalkulierter Durchlässigkeit. Wenn heute große Teile unserer materiellen Einrichtungen – Versorgungsleitungen, Verkehrswege, Kommunikationskanäle – als ›Netze‹ bezeichnet werden, dann sind es vornehmlich deren Form und Struktur, die die Verwendung jenes Sprachbildes noch immer plausibel machen. Das heißt nicht unbedingt, dass die Funktion als Fangwerkzeug und filternde Barriere gänzlich verschwunden wäre. Sie wird jedoch weitgehend überblendet von einem nicht selten euphorischen Vernetzungsfuror, dem der Sinn für die tückische Ambivalenz dieser Gespinste abhandengekommen zu sein scheint. In Redewendungen wie »jemandem ins Netz gehen« oder in kritischen Kommentaren zur Internetkultur artikulieren sich einstweilen noch Ahnungen von jener Doppelbödigkeit.

Gegenwärtige ›Netze‹ werden in erster Linie als Garanten für überwiegend flächige Beweglichkeit mit der Tendenz zur Synchronität aufgefasst. Die entscheidende Volte in die Tiefen der dritten Dimension gelingt ihnen erst in botanischer Variation, verbunden mit einem heimlichen Bildwechsel vom planvollen ›Weben‹ zum kopflosen ›Wachsen‹. Das ›Rhizom‹ spannt etwas Labyrinthisches auf, das klassische, sonnenzugewandte Ordnungen gänzlich zersetzt und sich durch Prinzipien wie Vielheit, Konnexion, Unstetigkeit, Dezentralität, Unschärfe, Heterogenität, Wucherung und Verdichtung auszeichnet. Was Gilles Deleuze und und Félix Guattari in einer feixenden Enthauptungsphantasie als anticäsarischen Fließraum mit verschlungener Topologie skizzieren, ist das autoritätsfeindliche Idealbild einer völligen Abkehr von Konzepten wie ›Vertikalität‹ und ›Genealogie‹. Die Proklamation der freien Zirkulation, des egalitären Nomadentums und der absoluten Bindungslosigkeit muss daher zum Sturmlauf gegen alte Bilder und damit verbundene Auffassungen geraten:

Wir sind des Baumes müde. Wir dürfen nicht mehr an die Bäume glauben, an große und kleine Wurzeln, wir haben genug darunter gelitten. Die ganze Baumkultur ist auf ihnen errichtet, von der Biologie bis zur Linguistik. Nur unterirdische Sprößlinge und Luftwurzeln, Wildwuchs und das Rhizom sind schön, politisch und verlieben sich.8


Pyramiden, Bäume, Bühnen, Berge – das alte rhetorische Gelände schrumpft im Rückspiegel auf der Schussfahrt über die Datenautobahn. Die Haftreibung nimmt ab, und vom Boden fester Topographie driften wir entlang pilziger Untergründe in die Verflüssigungszonen maritimer Bildfelder. Doch auch auf diesem Weg sind noch Restbestände von Homogenität, Gleichrichtung und Autorität erhalten. Taugt nicht etwa die Bekundung, gegen den Strom zu schwimmen, bis heute wahlweise als subversiver Schlachtruf gegen Repression und allgemeine Schlafmützigkeit oder als Ausweis selbstbewussten Eigensinns? Der metaphorische Auflösungs- und Entgrenzungskurs könnte womöglich noch konsequenter von den Ufern wegführen müssen.

Eine solche mögliche Fortführung hat kürzlich Peter Sloterdijk skizziert, indem er die heutige Welt als ›Mündungsgebiet‹ apostrophierte:

Die aktuelle Welt gleicht einem gigantischen Delta, in dem Ströme aus Strömungen ein Hyper-Labyrinth von Wasseradern mit unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten bilden. Das Delta ist der Raum, in dem der Unterschied von Strom und Stauung sich von selbst erledigt. In den Verästelungen und Biegungen des Delta-Universums werden die anarcho-fluidistischen Vorstellungen der Rhizom-Verfasser gegenstandslos. Alles fließt, indem alles stagniert. Ob sie in Jahrhunderten gewachsen sind oder gestern improvisiert wurden: die Einzelkulturen im Delta werden wahrnehmbar als mehr oder weniger träge Nebenflüsse, die kurz davor stehen, sich in den Ozean der homogenisiert-diversifizierten Weltzivilisation zu ergießen. Aufgrund des Übermaßes an Zuflüssen gerinnt der Ozean zu einer undurchdringlichen Mauer. Delta und Ozean sind ununterscheidbar geworden, Strom und stehendes Gewässer ein und dasselbe.9


Seine Monströsität verdankt dieses Bildes auch seinem Spiel mit dem Widersinn. Bewegung und Stagnation, Grenze und Entgrenzung rücken zusammen, heben sich auf und führen die Szenerie als einstweilige Endgestalt vor. Und dennoch entwickelt die Komposition einen Sog, der über sie hinauszuführen scheint in die eine große Richtung auf den finalen Ozean hin. Erst dort, nach dem letzten fluiden Exzess, werden sie jenseits aller Küstenlinien vollends verschwunden sein, die Formen, Strukturen, die stabilen Einheiten und Richtungen. Vielleicht aber kommt in einer Wirklichkeit nach dem Delta auch jegliche nautisch-maritime Metaphorik überhaupt an das Ende ihrer Möglichkeiten. Denn es müsste ein Meer sein ohne Schiffe, ohne gut organisierte Mannschaften, Anker, Leuchtsignale, und auch ohne Hoheitsgewässer, Interessengebiete, Schlachten, Generäle. Und es gäbe keine Sterne, Götter, Philosophen.

Interessanterweise zeichnen sich für einen Weltzustand des Rhizoms oder der Flussmündung tatsächlich Merkmale ab, die an archaisch-prälogische Phasen erinnern. Was für Ernst Cassirer die mythische Weltsicht charakterisiert, ist die Abwesenheit einer

streng bestimmte[n] und gesonderte[n] »Sachwelt«. Denn es fehlt noch an jenen konstanten Einheiten, deren Gewinnung das erste Ziel aller theoretischen Erkenntnis ist. Jedes Gebilde kann sich in das andere wandeln; alles kann aus allem werden. Die Gestalt der Dinge droht in jedem Augenblick zu verfließen; denn sie baut sich nicht aus festen Eigenschaften auf. »Eigenschaften« und »Beschaffenheiten« sind Momente, die uns nur die empirische Beobachtung kennen lehrt, sofern sie, in immer erneuten und über lange Zeiträume erstreckten Ansätzen, die gleichen Bestimmungen oder dieselben Verhältnisse wiederfindet. Eine solche Gleichartigkeit und Gleichförmigkeit kennt der Mythos nicht. Für ihn kann die Welt in jedem Augenblick ein anderes Gesicht gewinnen, weil der Affekt es ist, der dieses Gesicht bestimmt. In Liebe und Haß, in Hoffnung und Furcht, in Freude und Schreck verwandeln sich die Züge der Wirklichkeit. Jede dieser Erregungen kann eine neue mythische Gestalt, einen »Augenblicksgott« aus sich hervorgehen lassen.10

Bei allem fluiden Schwung, der im rhetorischen Aufgebot von Gewässersystematiken entsteht, sollte man jedoch nicht der Verführungskraft erliegen, die von jenen »Edelmetaphern des Zeitgeistes«11 ausgeht. Denn mit dieser Bildgruppe schwimmen wir dem Bereich empirischer Diagnosen unter Umständen rasch davon. Die heraufziehende Welt mag uns ein Maximum an Ungewissheit zumuten, dass sie jedoch keinerlei Bezugs- und Haltepunkte bieten wird, kann im Ernst niemand annehmen. Über Karrieren von Ordnungsentwürfen wie Metaphern lassen sich keine guten Prognosen erstellen. Dauerbrenner, Wiedergänger, Neuschöpfungen, sie alle könnten dazu dienen, die Orientierungsbemühungen von Bevölkerungen zu stützen, die sich nervös, überreizt, müde, ängstlich, aggressiv und mit hohen Entzündungswerten am Leben halten.

Insbesondere die geschmähten Gegenbilder sind es, die zu neuer Attraktivität gelangen könnten, wenn es künftig zu taxieren gilt, wie hoch der Preis für Grenzenlosigkeit in einer unüberschaubar vielfältigen Welt ist.

  1. Jaspers, Karl: Die Atombombe und die Zukunft des Menschen. Politisches Bewußtsein in unserer Zeit, 7. Aufl., München 1983, S. 112.
  2. Vgl. Konersammn, WPM, S. 8.
  3. Hogrebe, Der implizite Mensch, S. 118.
  4. Vgl. Koubek, Jochen: Vernetzung als kulturelles Paradigma, unv. Diss., Humboldt-Universität zu Berlin 2003, S. 5, 11, 41, 80. Abrufbar unter: https://d-nb.info/969715293/34?gathStatIcon=true
  5. Vgl. Konersammn, WPM, S. 17.
  6. Castells, Manuel: Das Informationszeitalter. Teil 1: Der Aufstieg der Netzwerkgesellschaft, Opladen 2001, S. 433.
  7. Friedrich, Alexander: Metaphorologie der Vernetzung. Zur Theorie kultureller Leitmetaphern, Paderborn 2015, S. 336. In seiner detaillierten wie aufschlussreichen Studie geht Friedrich u. a. auf diesen Wechsel bzw. Zuwachs an Bedeutung mehrfach ein. Vgl. dazu auch S. 292 und 300. Abrufbar unter: https://www.philosophie.tu-darmstadt.de/media/institut_fuer_philosophie/pdf/friedrich/Friedrich-2015-Metaphorologie_der_Vernetzung.pdf
  8. Deleuze, Gilles/Guattari, Félix: Rhizom. Berlin 1977, S. 26.
  9. Sloterdijk, Die schrecklichen Kinder, S. 483.
  10. Cassirer, Ernst: Zur Logik der Kulturwissenschaften. Hamburg 2011, S. 43.
  11. Konersmann, Ralf: Die Unruhe der Welt. Frankfurt/M. 2015, S. 55.

Gärten II

Von gedeihlichen Stunden in entrückten Grünanlagen handeln auch die Gespräche über die Vielzahl der Welten, mit denen der französische Frühaufklärer Bernard Le Bovier de Fontenelle im späten 17. Jahrhundert eine große Leserschaft erreicht.1

  1. Fontenelle, Bernard Le Bovier de: Gespräche über die Vielzahl der Welten (1686), in: ders., Philosophische Neuigkeiten für Leute von Welt und für Gelehrte. Ausgewählte Schriften, hrsg. v. Helga Bergmann u.a., Leipzig, 2. Aufl., 1991, S. 12–119.